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NRW historisch und sehenswert: Höhepunkte 2014

News-Meldung
vom 17.12.2013
2014 reiht sich in NRW ein Jubiläum an das andere: Geburtstage und Todestage, die zwischen zehn und 2.000 Jahre zurückliegen, geben Anlässe zum Feiern und Gedenken.

Aachen etwa greift den 1.200. Todestag Karls des Großen auf, Köln erinnert im 2.000. Todesjahr des römischen Kaisers Augustus an seine Wurzeln und auch der Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren wird in NRW vielerorts auf verschiedene Weise thematisiert.
 
Anlässlich des 1.200.Todesjahres Karls des Großen präsentieren drei Teilausstellungen unter der Überschrift "Karl der Große. Macht. Kunst. Schätze" vom 20. Juni bis 21. September 2014 das Leben und Wirken des Frankenkönigs. Ausstellungsorte sind neben dem neuen Centre Charlemagne der historische Krönungssaal des Rathauses sowie die Domschatzkammer (www.karldergrosse2014.de). Zu den Heiligtümern, die sich seit Karl dem Großen im Besitz des Aachener Doms befinden, gehören das Marienkleid, das Enthauptungstuch Johannes' des Täufers sowie die Windeln und das Lendentuch Jesu. Seit 1349 werden sie alle sieben Jahre den Gläubigen gezeigt und für den Zeitraum von zehn Tagen dem goldenen Marienschrein entnommen - vom 20. bis 29. Juni 2014 ist es wieder soweit. Zur Verehrung dieser vier Reliquien kommen seit über 660 Jahren Pilger aus Deutschland, Europa und der übrigen Welt in die Kaiserstadt (www.heiligtumsfahrt2014.de).
 
Die Gebeine der Heiligen Drei Könige haben Köln zu einem bedeutenden Pilgerort des Christentums gemacht. 2014 ist es genau 850 Jahre her, dass die Reliquien an den Rhein gelangten. Das Museum Schnütgen nimmt das Jubiläum zum Anlass für eine große Sonderausstellung. "Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst und Kult" spürt vom 25. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015 an internationalen Meisterwerken vom 5. bis zum 16. Jahrhundert dem Mythos von Herkunft und Charakter der Heiligen Drei Könige nach (www.museenkoeln.de).
 
Es geht noch weiter zurück in der Geschichte: Die Römer haben an vielen Stellen in NRW ihre Spuren hinterlassen. Das Römisch-Germanische Museum widmet der römischen Herrschaft am Rhein um 14 nach Christus eine Ausstellung: Anlass ist das 2.000. Todesjahr des römischen Kaisers Augustus. Die Schau zeigt vom 26. Juni bis 19. Oktober 2014 das zivile und militärische Leben in Köln und den benachbarten Siedlungen der frühen Kaiserzeit. Neuere archäologische Funde zeugen von der dynamischen Entwicklung Kölns als regionalem Machtzentrum an der Grenze des römischen Imperiums (www.museenkoeln.de).
 
Archäologie zum Anfassen

Tief eintauchen in die römische Vergangenheit der Region können Besucher bald auch im Archäologischen Landschaftspark in der Eifel, der am 18. Mai 2014 eröffnet wird. Auf dem Gelände in Nettersheim sind Teile einer römischen Siedlung zu sehen, die direkt an der römischen Fernstraße Köln-Trier, der sogenannten Agrippastraße, liegt. Ein Rundweg mit Erlebnisstationen verbindet den römischen Ort mit dem Naturzentrum Eifel und Nettersheim (www.naturzentrum-eifel.de). Die Römer prägten auch die Architektur und das Leben in und um Zülpich, vom 16. April bis 12. Oktober 2014 Gastgeberstadt für die nächste Landesgartenschau in NRW. So bieten die "Römerthermen", ein Museum der Badekultur, die am besten erhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen und zeigen Besuchern, wie sich die Badekultur der Menschen von der Römerzeit über das Mittelalter bis zur Neuzeit entwickelte. Das Motto der Schau "Zülpicher Jahrtausendgärten - von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert" greift diese Entwicklung auf (www.laga2014.de).
 
Als Grünschnabel ließe sich dagegen der Nationalpark Eifel bezeichnen, der 2014 sein zehnjähriges Bestehen feiert. Am 30. und 31. August 2014 steht ein Jubiläumsfest mit Wissenschaftsprogramm, Improvisationstheater, buntem Rahmenprogramm und prominenten Gästen auf dem Plan. Außerdem legen die Nationalpark-Ranger bei ihren Führungen den Schwerpunkt  auf das Thema "10 Jahre Nationalpark Eifel". Ein neues barrierefreies Naturerlebnis steht Besuchern des Nationalparks Eifel voraussichtlich ab Mai 2014 zur Verfügung: Mit dem "Wilden Weg" wird der barrierefreie Natur-Erlebnisraum "Wilder Kermeter" um einen Erlebnispfad erweitert (www.nationalpark-eifel.de/).
 
Zwei Städte feiern Geburtstag

Geburtstagsständchen erklingen auch in Bielefeld und Siegburg: Bielefeld wird 2014 800 Jahre alt. Festivals, Konzerte, historische Rundgänge, Ausstellungen, Theateraufführungen, Jubiläumsveröffentlichungen und viele weitere Geburtstagsgeschenke stehen unter dem Motto: "800 Jahre Bielefeld - Das gibt‘s doch gar nicht!" auf dem Programm. Zu den Höhepunkten gehören die große Eröffnungsgala am 11. Januar 2014 im Stadttheater, der NRW-Tag, mit dem das Land vom 27. bis 29. Juni 2014 parallel seinen Geburtstag feiert, und das Wissenschaftsfestival "Geniale" vom 8. bis 16. August 2014 (www.bielefeld800.de). Die 950-Jahrfeier der Stadt Siegburg findet in einer Festwoche vom 10. bis 18. Mai 2014 ihren Höhepunkt, die wiederum mit einem Internationalen Begegnungsfest abschließt (www.siegburg.de).
 
Ein Besuch in den Museen NRWs ist das ganze Jahr über ein Fest: Kunst von Rang und Namen ist in verschiedenen Ausstellungen zu sehen. Den Anfang macht die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen: Werke von "Andy Warhol, Pop Artist" sind dort vom 19. Januar bis 18. Mai 2014 zu sehen. Drucke wie Electric-Chair, Campbell‘s Soup und die Flash-Mappe, Porträts von Marilyn, Mao oder die Verkündigung nach Leonardo da Vinci stellen die außergewöhnliche Arbeitsweise des Künstlers vor (www.ludwiggalerie.de). "Inspiration Japan - Monet, Gauguin, van Gogh…“ ist vom 27. September 2014 bis zum 18. Januar 2015 das Thema im Museum Folkwang in Essen. Die japanische Kunst ist für die Entwicklung der europäischen Moderne von grundlegender Bedeutung. Nahezu alle großen Meister von Manet, Degas, Cézanne, Monet bis Gauguin, van Gogh, Bonnard und Vuillard haben sich von japanischen Bildmotiven und Stilmitteln begeistern und inspirieren lassen. Die Ausstellung präsentiert Hauptwerke der wichtigsten Künstler jener Zeit aus internationalen Museen und Privatsammlungen im Dialog mit Farbholzschnitten und Kunstgegenständen japanischer Meister (www.museum-folkwang.de). Darüber hinaus hält das Ruhrgebiet auch viele Klassiker für Kulturfreunde bereit, etwa das Klavier-Festival Ruhr vom 9. Mai bis 12. Juli 2014 (www.klavierfestival.de), die Ruhrtriennale, die vom 15. August bis 28. September 2014 wieder herausragende Industriedenkmäler der Region in Aufführungsorte für Musik, Theater, Literatur, Tanz und Bildende Kunst verwandelt (www.ruhrtriennale.de), und die ExtraSchicht am 28. Juni 2014 (www.extraschicht.de). Die nächste Ausgabe dieser langen Nacht der Industriekultur lässt übrigens auch ein Geburtstagskind hochleben: Seit 20 Jahren ist der Landschaftspark Duisburg-Nord offen für jeden Besucher. Höhepunkt des Geburtstagsjahres soll eine große, öffentliche Geburtstagsfeier zur ExtraSchicht sein (www.landschaftspark.de).

Kandinsky, Kafka und Kippenberger 

Düsseldorf lädt vom 5. April bis 10. August zur Quadriennale ein. Das Festival der Bildenden Kunst, das seit 2006 alle vier Jahre gefeiert wird, steht 2014 unter dem Motto: "Über das Morgen hinaus". Kunstmuseen, Ausstellungshäuser und Galerien beleuchten in Werkschauen die Vorstellungen von Zukunft in Kunst und Wissenschaft, die in verschiedenen Epochen geherrscht haben. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen beteiligt sich im K20 mit der Ausstellung "Kandinsky, Malewitsch, Mondrian - der weiße Abgrund Unendlichkeit". Im K21 Ständehaus heißt der Beitrag "Unter der Erde - Von Kafka bis Kippenberger" (http://quadriennale-duesseldorf.de).
 
2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Viele Museen in NRW haben dem Thema einen Schwerpunkt gewidmet. Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal beleuchtet etwa unter der Überschrift "Das Menschenschlachthaus" den Ersten Weltkrieg in der französischen und deutschen Kunst. Vom 8. April bis 27. Juli 2014 geht es der Frage nach, wie Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz und andere auf der deutschen Seite und Pierre Bonnard, Maurice Denis, Georges Rouault und andere auf der französischen Seite dieses welterschütternde Ereignis in Kunstwerken von Rang verarbeitet haben (http://www.menschenschlachthaus-ausstellung.de/)
 
Mit seinem Themenjahr "1914 - Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg" erinnert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) an den Vorabend des "Großen Krieges", aber auch an seine Bedingungen und Konsequenzen. Erstmalig arbeiten alle LVR-Museen und Kulturdienste zusammen. Dazu gehört die Ausstellung "Seine Augen trinken alles. Max Ernst - Kunst und Kultur am Vorabend des Ersten Weltkrieges", die vom 23. Februar bis 29. Juni 2014 im Max Ernst Museum Brühl die "Inkubationszeit" des 1891 in Brühl geborenen Ausnahmetalents beleuchtet  (www.rheinland1914.lvr.de). Ein landesweiter Überblick über die Projekte und Ausstellungen findet sich im Netz auf den Seiten des Tourismus NRW (www.dein-nrw.de).
 
Mit einem Neubau präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein Museum für Kunst und Kultur in Münster: Nach mehrjährigem Umbau öffnet das Kunstmuseum ab 20. September 2014 seine Türen. Damit verbunden ist die Neupräsentation der Sammlung aus 1.000 Jahren Kunst und Kulturgeschichte. Am 8. November folgt die erste Sonderausstellung "Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London von 1950-1980". Bis zum 22. Februar 2015 steht dabei die figurative Malerei mit Arbeiten von Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach, Leon Kossoff, David Hockney, Richard Hamilton und anderen im Zentrum (www.lwl-museum-kunst-kultur.de).
 
Mit professionellen Militärkapellen aus aller Welt lockt das Militärmusikfest Mönchengladbach alle zwei Jahre an den Niederrhein. Am 24. Mai 2014 ist es wieder soweit: Hochrangige Musiker, darunter auch ein Musikkorps der Bundeswehr, werden beim 28. Nato-Musikfest im Borussia-Park Mönchengladbach aufspielen. Ausgefeilte Choreographien und Drillvorführungen gehören ebenso zum Programm wie ein abschließendes musiksynchrones Feuerwerk (www.nato-musikfest.de). Mit Feuereifer geht es auch am 14. Juni 2014 zu, wenn in Mönchengladbach der Wettkampf um den Titel "Toughest Firefighter Alive" entbrennt. Der Internationale Feuerwehrwettkampf in Mönchengladbach stellt die Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2015 dar (www.tfa-germany.de). Neben dem sportlichen Wettkampf wird den Zuschauern auch ein Familienprogramm geboten.

Um Feuerwerkskunst geht es bei den "Pyro Games", die am 26. Juli 2014 in Bochum Station machen. Dann kämpfen vier der deutschlandweit besten und mehrfach preisgekrönten Pyrotechniker mit ihren speziell für diesen Abend kreierten Pyro-Musicals um den Pokal des Feuerwerks-Champions (www.pyrogames.de). Ein Feuerwerk für Geschmacksnerven ist beim 9. Deutschen Käsemarkt zu erwarten, der Nieheim vom 5. bis 7. September 2014 zur längsten Käsetheke Deutschlands werden lässt. Mehr als 500 Käse-Variationen aus Deutschland und Europa werden angeboten, darunter natürlich auch der traditionelle “kleine Runde”, der heute nur noch in einer Schaukäserei in Nieheim handwerklich hergestellt wird. Passende Weine und einige Spezialitäten ergänzen das Angebot. Mehr als 50.000 Besucher werden zum Käsemarkt erwartet, der alle zwei Jahre in der Stadt im Teutoburger Wald stattfindet (www.nieheim.de).